Projektdokumentation | Franz Rosenberger & Thomas Nathan | HdM Stuttgart
 Freitag, 13. Mai 2011  

Erste Trackingtests

Wir freuen uns sehr, mit der Thüringer Fiber-Trommel GmbH eine Firma ausfindig gemacht zu haben, die uns kostenfrei das Zylindergehäuse für unser Multitouch Podest anfertigen wird. Die Herstellung wird nun einige Tage dauern.

Da wir aber nicht untätig sein können, haben wir aus einem herkömmlichen Umzugskarton ein Prototypgehäuse gebastelt, um erste Trackingtests durchzuführen. Durch die freundliche Unterstützung der EventMedia Abteilung der Hochschule der Medien konnten wir uns einen Infrarot Scheinwerfer und eine PS3 Kamera ausleihen. Aus der Kamera wurde der Infrarotfilter bereits entfernt. Außerdem wurde dafür bereits ein aufsetzbarer IR Passfilter gebastelt.

Mit diesem Setup konnten wir in Community Core Vision 1.4 bereits erste Tracking Tests durchführen. Nachdem wir im Programm einige Zeit an den Reglern gedreht haben kamen wir zu ersten passablen Ergenissen.

Diesen ersten Tests konnten wir entnehmen, dass ein einzelner IR Scheinwerfer die Diffusoroberfläche nicht genug ausleuchten wird. Denn die Lichtreflektion an den Fingern ist über die Touch Oberfläche verteilt nicht homogen. Wir werden mehrere Infrarotlichtquellen benötigen, um eine homogene Ausleuchtung zu erzielen und so alle Objekte auf dem Tisch bestmöglich zu tracken.

 

 

 

 

 Donnerstag, 12. Mai 2011  

Projektionstest

Wir mussten feststellen, dass der Durchmesser unserer Säule doch recht knapp berechnet ist, da Projektoren nicht dafür gebaut sind senkrecht montiert zu werden. Hauptgrund ist dabei schlichtweg die Luftzirkulation, da die Belüftung nur für den horizontalen Einsatz konzipiert ist und der Projektor andernfalls sehr schnell heiß wird. Für uns bedeutet das, dass wir den Projektor, den wir aus dem Technik-Pool der HdM bekommen haben nicht in der Säule einsetzen können. Glücklicherweise tat sich heute eine andere option auf, und zwar war das Büro Achter April so nett uns ihren Projektor für die Zeit des Projektes zu leihen, dieser ist klein genug um ihn auf dem Boden der Säule horizontal auszurichten und noch einen Spiegel davor montieren zu können. Hier zwei Bilder vom Testaufbau:

 

 

 

 

 Donnerstag, 12. Mai 2011  

Fibertrommel-Sponsoring!

Nach langem Recherchieren nach Materialien für den Bau unseres Touchscreentisches kamen wir auf sogenannte Fibertrommeln, welche hauptsächlich im Verpackungsbereich zum Einsatz kommen. Franz hat sogleich einige Firmen kontaktiert, die solche Trommeln herstellen, woraufhin wir heute morgen von der FirmaTFT-Verpackungen die Zusage bekommen haben eine Maßanfertigung für uns gesponsort zu bekommen! Somit wäre die wohl größte bauliche Hürde weitestgehendst unter Kontrolle.

 

 

 

 Dienstag, 3. Mai 2011  

Multitouchtable Marke Eigenbau

Wer sich mit dem Thema schonmal befasst hat, stellt fest, dass der Bau eines Multitouchtables gar kein Hexenwerk ist. Für KOMPASS möchten wir einen kleinen Touchtable nach dem DI (diffuse illumination) Prinzip anfertigen.

Diese Grafik verdeutlicht die verhältnismäßig einfache Funktionsweise des DI (diffuse illumination) Prinzips. Ein Kasten wird mit Infrarotlicht ausgeleuchtet. Ist die Decke aus transluzentem Material wie z.B. milchiges Plexi- oder Acrylglas, kann das IR Licht nur dort aus dem Kasten entweichen. Durch eine IR sensible Kamera, die auf Plexiglasplatte gerichtet ist, können nun Objekte nah über der Platte sichtbar gemacht werden, da das Infrarotlicht an ihnen reflektiert wird.

Mit dem resultierenden Bild und entsprechender Bilderkennungssoftware lassen sich Blobtracking und Objekterkennung mittels Bildcodes (Fiducials) realisieren. Das Tool unserer Wahl ist hier Community Core Vision. Ein für solche Zwecke sehr beliebtes und verbreitetes open source Programm.

Für den unwahrscheinlichen Fall, dass uns der Bau des Tisches nicht gelingen sollte (unauftreibbare Materialien, zu hohe Kosten, etc.), haben wir auch einen Plan B: Die Umsetzung erfolgt ausschließlich auf dem bereist vorhandenen Multitouchtable des Seminars Interfacegestaltung. Hierbei würden wir auf eine Bodenprojektion verzichten und sämtliche Grafik auf dem recht großen Tisch abbilden.

 

 

 

 

 Mittwoch, 27. April 2011  

KOMPASS – die neue Idee

Hier ein kurzer Einblick:

Auf ein tischhohes Podest können Wegsuchende Objekte platzieren, die bestimmte Kategorien repräsentieren. Um das platzierte Objekt erscheint ein Touch Menü in dem eine Unterkategorie gewählt werden kann. Wurde hier eine Wahl getätigt, werden alle möglichen Ziele als Pfeile ausgehend vom Podest auf den Fußboden projiziert. Je nach Lage und Entfernung der Ziele unterscheiden sich die Pfeile in Länge und Richtung.

Wir planen für dieses Konzept die Selbstanfertigung eines kleinen DI Touchtables (das Podest). Dafür würden wir am liebsten einen Pocket Beamer (z.B. Aiptek Pocket Cinema T20 Notebook Projektor) anschaffen. Wir bräuchten auch noch andere Geräte wie IR Camera und -leuchte, welche wir gegebenenfalls von der Event Media Abteilung der HdM bekommen könnten.

 

 

 

 Dienstag, 26. April 2011  

Flughafenbesuch

Um uns ein besseres Bild vom Flughafenszenario machen zu können schien uns nichts näher als einen Ausflug zum Stuttgarter Flughafen zu tätigen. Gesagt – Getan! Mit den Vorüberlegungen sich evtl. eher auf Freizeitmöglichkeiten zu beschränken als dem Reisenden Hilfestellung beim Check-In zu geben machten wir uns gezielt auf die Suche nach Shops & Co. Glücklicherweise lieferte uns der Flughafen schon eine super Vorlage mit einem Übersichtsplan namens “Erlebniswelt – Stuttgart Airport”. Dass sollte uns erstmal weiterhelfen.

In den nächsten Schritten versuchten wir eine weitere für uns sinvolle Unterteilung der Lokalitäten zu finden um das Auffinden des gewünschten Zielortes für den Benutzer später möglichst einfach gestalten zu können.

 

 

 

 Montag, 25. April 2011  

lightsystem… BLANK…

Eigentlich kamen wir schon mit einer groben Idee für ein doch eher künstlerisches Interface in die Vorlesung Interfacegestaltung. Interaktives projection mapping, licht, sound, midi-controler… waren Stichworte an denen wir uns entlang hangelten. Doch bald wurde klar, dass mit dem Projekt IC-IC konkretere Anforderungen an das Interface gestellt werden. So versuchten wir uns in das Flugahfenszenario einzudenken und die vorhandenen Ideen auf das Projekt zu übertragen.

Die erste Idee trug den Arbeitstitel “lightsystem” und sollte ein Leitsystem darstellen, welches dem Besucher mit Hilfe von projection mapping auf eine Modellarchitektur ein besseres Verständnis für den Raum zu geben, in dem er sich bewegt. Als besonderes Feature war ein in Echtzeit veränderbarer Radius angedacht, der in Abhängigkeit zu der noch zur Verfügung stehenden Zeit deutlich macht, welche Orte in beispielsweise 5min noch zu erreichen sind. Allerdings schien uns das Konzept nicht vielmehr als ein beleuchtetes Eisenbahnmodell herzugeben und so versuchten wir einen anderen Zugang zu dem Thema Leitsystem mit projection mapping zu finden.

“BLANK” nannte sich die Idee, bei der der Gedanke an die Schilderflut, die einem an Flughäfen meist begegnet, federführend war. Ein weiße, blanke, Säule sollte in Anlehnung an altbekannte Wegweisersäulen durch eine Vorauswahl des Reisenden nur die Informationen bzw. Richtungsangaben liefern, die gewünscht sind. Aus rein ästhetischen Aspekten konnten wir uns das mapping auf diese Säule äußerst gut vorstellen und waren zuerst begeistert. Doch schon bald machte uns die Bedienung der Installation zu schaffen. Es schien praktisch die schon vorhandenen Projektoren zu nutzen und ein Menü auf den Boden zu projizieren, welches via Tracking Aktionen des Nuzers auswerten kann. Ein zusätzliches Bedienelement im Raum war uns von vornerein ein Dorn im Auge. Doch auch hier kamen wir zu essentiellen Fragen: Ist diese Art von Wegweisung tatsächlich effektiver, da sogar Fokus auf zwei Elemente, das Menü und die Säule, gelenkt werden muss? Ist die Säule denn tatsächlich gewinnbringend oder ist eine “einfache” Projektion auf den Boden nicht die sinnvollere Variante?

Wir stießen noch auf weitere Fragen, die unser Vorhaben eher niedermachten. So schwer es uns auch fiel verabschiedeten wir uns langsam aber sicher von der Idee ein projection mapping anzuwenden.

 

 

 

 

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